An dieser Stelle sollte nun eigentlich eine Abschlussbewertung, ein persönliches Fazit von Teutobald erscheinen. Aber wie soll man Monate, die genug Stoff für ein ganzes Leben bieten, in einer paar enge Blogzeilen zwängen? Das würde der Sache nicht gerecht werden. Da vertage ich diese Einbahnstraße eines Monologs lieber auf Diskussionen mit Euch persönlich, damit ihr auch Fragen stellen könnt und ich Euch die Sachen erzählen kann, die Euch besonders interessieren. Ausserdem gibt es dann hoffentlich auch ein BestOf meiner Fotos, damit ihr in etwa wisst wovon ich spreche, wenn ich sage: "DAS ist kein Regen, DAS HIER ist Regen!"

Aber um Euch nicht völlig leer-ausgehen zu lassen hier eine wie ich finde schöne Metapher des von mir geliebten Autoren Tiziano Terzani weitergesponnen, an die ich auf meiner Reise mehr als einmal denken musste:

Meine Reise war so etwas wie eine Fahrt auf einem Karussell wie man damals als Kind (hoffentlich) auf Jahrmärkten, dem Oktoberfest oder von mir aus auf der Auerdult gemacht hat. Erst steht man ewig in der Schlange und macht sich Gedanken wie es sein wird und schaut gebannt auf die anderen Kinder, die entweder gerade gefahren sind oder gerade fahren. Die Warterei scheint ewig, man überlegt sich welches Gefährt man haben möchte und überlegt wie man alles am Besten anstellt. Dann sitzt man plötzlich doch endlich selber drin und hat für nichts anderes mehr Augen. Man schaut auf die anderen Kinder, die mit einem die Runden drehen und fühlt sich mit ihnen mehr verbunden als mit allen anderen Kindern die vorher und nachher auf dem Karussell ihre eigenen Runden gedreht haben oder drehen werden. Man staunt über den Perspektivenwechsel, kann sich Gedanken über alles Mögliche und Unmögliche machen und schaut sich manchmal auch einfach nur die Gegend an. Wenn man Glück hat, darf man noch eine und noch eine Runde drehen. Und gerade als man sich so schön dran gewöhnt hat, bleibt alles wieder stehen und man muss aussteigen. Dann kommen die nächsten Kinder herangestürmt und einerseits ist man zwar traurig, weil die Kinder die tolle Fahrt noch vor sich haben und man selber nicht, auf der anderen Seite aber hat man schon mehr erlebt als die kommenden Kinder und würde ihnen am Liebsten zurufen: "Geniess es! Schau Dir unbedingt den Kirchturm da drüben an, wie er so schön in der Nachtbeleuchtung glitzert! Und geh bloss nicht in das gelbe Entenauto, das wackelt viel zu sehr!" Und man nimmt sich ganz feste vor bald wieder Karussell zu fahren. Entweder das gleiche um sich diesmal auf die schönsten Sachen zu konzentrieren oder vielleicht doch ein anderes, um mal ein neues auszuprobieren. Ob man in diesem Jahrmarkt wirklich noch einmal Karussellfahren wird, kann man nicht sicher sagen. Der Wunsch direkt danach ist immer größer und präsenter als zu jedem anderen Zeitpunkt. Und wenn die Umstände es zulassen bzw. begünstigen, bestimmt. Aber selbst wenn nicht: Diese Fahrt wird einem den ganzen Jahrmarkt über in Erinnerung bleiben, komme was wolle. Und das ist gut so.

Zum Abschluss ein Video, dass gerade am Ende der Reise ständig im Fernsehen lief und gefühlsmässig sehr gut zum Ende der Reise gepasst hat (darauf achten, dass der Ton angeschaltet ist):

http://www.youtube.com/watch?v=e5Q0CLlFFm0

 

Hoffen wir, dass Teutobald nochmal ein Ticket fürs Karussell bekommt, dann gibt es hier (bald) den 2. Teil seiner Abenteuer.  Bis dahin: Vielen Dank fürs Lesen, Kommentieren, Unterstützen, Anrufen, in Ruhe lassen, Stellung halten, Emails schreiben, Mutmachen, Weitererzählen und was Ihr noch alles dazu beigetragen habt, dass ich diese Reise machen konnte. Nach vielen Gesprächen mit anderen Backpackern habe ich eines gelernt: Wenn man daheim im eigenen Land keine Freunde und Verwandte hat die einen unterstützen, dann wird das Reisen entweder sehr viel schwerer oder sogar unmöglich. Oder die Leute kommen erst gar nicht wieder. Beides war bei mir nicht der Fall. Ich bin gerne wiedergekommen, und das nicht nur wegen des Essens.

In diesem Sinne,

Euer

Dr. Teutobald Topp

The World is just awesome

Angkor Wat ist tatsaechlich mehr als nur eine Zugabe zu Teutobalds Welterforschung gewesen, auch wenn diese Expedition die letzte wirkliche Aufgabe darstellte, die von unserem unerschrockenen, leidensfaehgigen (man muss frueh! aufstehen, so um 4h) und strapazenerfahrenen Protagonisten all seine Faehigkeiten erforderte.

Aber zuerst hiess es Saigon zu ueberleben. Kinderspiel, wenn man in Hanoi oder ueberhaupt schon in Vietnam gewesen ist. Schnittwunden an herausstehenden Pflastersteinen  werden kaum noch zur Kenntnis genommen, als Mopedfahrer verkleidete Amoklaeufer gewandt umschifft und auch Strassenadressen a la “8a/C4/3” – die schon fast den Wienern einfallen haetten koennen – schrecken einen hungrigen Backpacker nicht mehr ab, wenn es heisst das gewuenscht Nudelrestaurant zu finden. Die Tage verliefen ansonsten in etwa so, wie man das auch schon bisher kannte: Museum der Stadt, welches tatsaechlich diesen Namen verdient und wo Newlyweds, die einem Guns’n’Roses-Video entsprugnen scheinen ihre Hochzeitsfotos machen lassen. Einkaufen in ueberdachten Maerkten, in denen man am Liebsten ein T-Shirt mit dem Aufdruck “I don’t need no fucking Motorbike, I’m not looking for watches, bags or glowing chopsticks and I am definitely don’t want you to ask me where I’m coming from so you can tell me Berlin is the capital of Germany so I give you a dollar for school lunch!” haette. Die Besichtigung des Palastes, in dem damals die nordvietnamesische Armee im wahrsten Sinne des Wortes durchs Zauntor gekommen ist, war dann schon fast ein Highlight. Alles schoen gepflegt, man konnte sich ziemlich frei bewegen und auch in die Raeume spaehen wo die Minister sich mal zum Plausch treffen um den Kommunismus zu retten und im Keller sind die alten Radiostationen, Notbetten des Praesidenten und jede Menge militaerischer Karten aus der entsprechenden Zeit aufgebahrt. So sollte sich der liebe Deutsche das Schloss Bellevue anschauen duerfen, dann klappt’s auch mit dem Nachbarland. Abends gings auch mal ins Kino, kostet ja nur 2 Euro, allerdings wird der Nachspann auch zeiteffizient nach 30 Sekunden abgebrochen. Beschwert sich ja auch keiner ausser dem dummen Auslaender. Die Schuhe im Einkaufszentrum (eine Herberge der Zivilisation, diese Kathedrale des Kapitalismus, das brauch man einfach bei diesen Strassenverhaeltnissen hin und wieder) wurden leider nicht gekauft, beim Rechnen hat sich Teutobald naemlich leider um eine Kommastelle vertan. Kann ja keiner ahnen, dass wenn ein T-Shirt ungefaehr ein Euro kostet, einmal danebengegriffen die Schuhe schon fast 100 Euro kosten. Aber ok, Bangkok, die als Stadt verkleidete ShoppingMall, steht ja noch an. Ansonsten macht Saigon einen durchaus annehmbaren Eindruck. Das Auslaenderghetto ist etwas gruselig, aber dafuer war das Guesthaus so nett, dass der Tag Entspannung der angesagt war und mit Hapgoods Geburtstag zusammenfiel, gemuetlich mit PowerPuff-Girls auf Cartoon Network, Snickers und Cola und einem fantastischen indischen vegetarischen Essen gefeiert werden konnte. (weiter)

Nein, Teutobald ist weder den orangenen Agenten, dem vietnamesischen Essen noch dem hiesigen, sagen wir freundlicherweise "chaotischen" Strassenverkehr (sogar fuer asiatische Verhaeltnisse) zum Opfer gefallen. Und entweder haben sich alle hier versammelten Internetcafes (und das sind viele, oder wie der LP so schoen ausdrueckt: "You can't swing a dead cat without hitting one!") zusammengetan um diesen Blog zu verhindern ("Sie koennen die Wahrheit doch gar nicht vertragen!!!!") oder die vietnamesische Regierung hat nicht nur waehrend der chinesischen Herrschaft von diesen gelernt sondern tut es noch immer...und blockiert diverse Internetseiten. Und wer das fuer spekulative Verschwoerungstheorien haelt, hat noch nie versucht in China deutsche Nachrichten im Internet zu lesen! Long story short: Dank einem Hinweis, dass die Seite in Deutschland anscheinend funktioniert (und danke fuer die besorgte SMS) und einigen kleinen technischen Tools (Teutobald war so nett mir aus seinem IT-Gefahrenkoffer ein paar Utensilien zu leihen), ist ein Update dieses Blogs endlich wieder moeglich. Nun aber zurueck auf Start. (weiter)

So meine Lieben,

diesmal die volle Droehnung. Zuallererst mal: die Laoten sind super. So wie man von den Malayen ueberrascht sein kann so wie toll die waren und die Thais es tatsaechlich trotz wankelmuetigen Amerikanern und nervenden Hollaendern schaffen freundlich zu bleiben, erfuellen die Laoten alle Erwartungen, die die hiesigen Reisefuehrer so schueren. Alles ist etwas gemuetlicher - der LP schreibt so schoen, dass die thailaendischen Tuk-Tuk-Fahrer (die lokalten "Taxis" heissen wirklich so, ratet mal warum; es sind jedenfalls keine Autos sondern Motorraeder samt angeklemmten - immerhin ueberdachten - Wagen mit Sitzbaenken) sogar anfangen zu handeln, wenn man nur vorbeilaeuft, die vietnamesische Version faehrt einen halb ueber den Haufen um der Konkurrenz zuvorzukommen; zum freilebenden homo taxis laotis jedoch muss man selber hingehen, ihn wecken und dann noch mit Geld ueberreden zu arbeiten. Einerseits traumhaft nach all dem Touri-Kram, andererseits insofern nervend, dass immer nur die eifrigen Touri-Fahrer Spalier stehen und unverschaemte Summen verlangen im Gegensatz zu den regulaeren 1-Euro-Jobbern; wobei dieser Job wahrscheinlich noch bestbezahlt ist. Wenn man sich mal so anschaut, was hier ein anstaendiges Zimmer, ein ueppiges Abendessen mit Extravaganzen und Cocktails oder einfach nur eine 7-stuendige Busfahrt zum naechsten Dorf (ja, Laos ist nicht gerade dicht-besiedelt) so kostet, dann erfaehrt man, dass man fuer das Aequivalent in Euro in Deutschland hoechstens ein Studentenwohnheimplatz in Muenchen BESICHTIGEN kann, bei McDonalds rausgeschmissen wuerde und vergeblich nach einer Moeglichkeit suchen wuerde in Berlin mit dem oeffentlichen Nahverkehr zum Flughafen zu kommen, egal welchen! Da kann ja keiner was dran verdienen. Um so aergerlicher, wenn einem dann so ein Taxi-Verbrecher ein Monatsgehalt der lokalen Ice-Cream-Verkaeuferin fuer eine 5-minuetige Fahrt abknuepft, nur weil es regnet wie in diesen alten Vietnam-Filmen mit zuviel Budget und der durchschnittliche Touri aus Europa (machen hier derzeit den Grossteil aus, was man auch merkt) sowas primitives wie Regenschirm und Regencape benutzt und kein Schlauchboot mit Windschutz und Abdeckplane. (weiter)

Na bis nach China haben es Teutobald und seine Assistentin noch nicht geschafft,aber nach einigen kulturellen Expeditionen in Ayuthaya und nun in Chiang Mai geht es abends ins Nachbarland Laos. Die Hauptstadt liegt so nah an der Grenze, dass ihr Teutobald sicherlich noch einige Tage unter seiner thailaendischen Handynummer  (0066 8066 48731) erreichen werden koennt! Ausserdem zeigt die Erfahrung, dass hier so ein "Ausflug" auch mal 2-3 Tage dauern kann, bis man dann endlich da ist,wo man hinwill.

Kurz aber dafuer knapp! Jetzt sind es sowieso nur noch wenige Wochen bis Euer geliebter Teutobald wieder unter Euch weilt.

So long and stay tuned! 

Georgetown bzw. Penang hat eine derartige Anziehungskraft entwickelt, - Teutobalds Schwager kann ein Liedchen davon singen - dass es schier unmoeglich schien dort wieder wegzukommen. Koennte aber auch daran gelegen haben, dass die entsprechende Faehre immer ausgebucht war, keine bezahlbaren Fluege verfuegbar waren (was beides in diesen Teilen der Erde eher ungewoehnlich ist) und man mit einer anderen Faehre fahren muss nur um herauszubekommen (!) wann und wo ein Zug bzw. Bus woanders hinfaehrt. Jetzt ist endlich geloest, warum diese Insel so ein Touristenort geworden ist. Die, die es dorthin geschafft haben, kommen einfach nur nicht mehr weg! Aber nicht mit Teutobald: der hat dann letztendlich doch ein Flugzeug der weltweit bekannten und geruehmten Airline Firefly (Aehnlichkeiten zu einem SF-Fans bekanntem Schiff sind nicht nur auf den Namen begrenzt!) gefunden, der ihn zwar nicht zur angestrebten Insel Langkawi aber immerhin nach Phuket, Thailand bringen sollte. Abflug zwei Tage spaeter morgens um 10h. Na also, warum nicht gleich so. Die restliche Zeit hat Teutobald dann mit einem etwas klaeglichem 20-jaehrigen Amerikaner namens Dylan und einem weniger klaeglichen dafuer um so interessanteren Amerikaner namens Loring (norwegischer Name, auch mal was!) verbracht. Dylan ist eine der typischen verlorenen Seelen, die nicht weiss wie es weitergehen soll. Ich sage nur: die letzten 2 Jahre freiwillig in Alaska Fische in einer Fabrik sortiert. Aber solche Leute zaehlen auf so einer Reise schon fast so dazu wie Touristenfallen und verspaetete Zuege. Loring hat sich dafuer als Goldgrube erwiesen: etwa genauso alt wie Teutobald und die letzten Jahre als Media Relation Fachmann (oder besser: Spin Doctor) in diversen Non-Profit-Organisationen wie PETA und Greenpeace taetig, arbeitete er dann desillusioniert fuer ein Jahr als Englischlehrer in Suedkorea, war dann ein halbes Jahr auf Weltreise und duerfte in ein paar Tagen zurueck im Flieger Richtugn Seattle fuer die Hochzeit seiner Schwester sitzen. Anschliessend kommt ein Jura-Studium in Frage, aus vergleichbaren Gruenden wie bei Teutobald. Auch sonst waren die beiden sehr auf einer Wellenlaenge, so dass ein harmloses Mittagessen der beiden im East&Oriental-Hotel zu einer 7-Stunden-Sitzung ausuferte und die Bediensteten nur schwerfaellig davon zu ueberzeugen waren, dass man auch noch das Mittagsbuffett zahlen muesse und nicht nur den Nachmittagstee. Abends dann wie immer zu dritt zum gemeinsamen Abschiedsbier (schliesslich hatte ja jeder - auf jedoch unterschiedlichen Routen - vor am naechsten Tag Penang zu verlassen, was bei keinem wirklich klappte), wo sich die witzigsten Ereignisse dann spaet nachts ereigneten und jeder froh war nicht allein mit diesen bizarren Siuationen zurechtkommen zu muessen. Eine davon war die mitternaechtliche SMS des amerikanischen Reisebueros Lorings, dass sein Flug nach Seattle verschoben wurde. Ein "kurzer" Anruf artete in ein 1,5 stuendiges Gespraech aus (wohlgemerkt: es telefonierte ein Ami mit seinem amerikanischen Reisebuero, nicht mit einer lokalen Fluggesellschaft! Hat hier jemand "Hotel Very Welcome" gesehen? Das stimmt alles!!!) und verleitete Teutobald zu vergnuegtem Bierkonsum, da allein die diesseitige Konversationsbeobachtung ein Grund zum Feiern war. Das waehrte allerdings nur so lange bis Teutobald um 1 Uhr nachts auch eine SMS bekam, dass sein Flieger am naechsten morgen leider 13 Stunden Verspaetung haben werde (im Endeffekt waren es dann 15). Soviel dazu! Also am naechsten Tag nochmal gemuetlich mit Loring und Dylan versucht ein paar Stunden rumzubringen, denn trotz immenser Verschiebung sah es wieder so aus als ob Teutobald trotzdem der erste sein wuerde, der diese - im wahrsten Sinne des Wortes - Insel verlassen koenne. Wer weiss, vielleicht sind die anderen immer noch da...

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KL - wie so ziemlich jeder die Hauptstadt hier nennt, was bei dem lustigen Englisch der Eingeborenen (die aber alle(!) zumindest etwas Englisch sprechen) nicht immer verstaendlich klingt - ist so was wie die staedtische Verbildlichung der christlichen Lehre: oben Himmel, unten Hoelle und dazwischen das Leben der Menschen. Wenn man also nach oben blickt, sieht man das effeziente Nahverkehrssystem inklusive Monorail, das allerdings verschiedenen Gesellschaften gehoert, wodurch aehnlich wie in Japan, lange Wege, unterschiedliche Tickets und viel Entwirrung beim Lesen der Plaene notwendig ist, wenn man denn mal umsteigen moechte. Ausserdem gibts Shoppingsmalls, die versuchen Tokio in klein darzustellen, was ihnen in Umfang und in der Anzahl von Leuchtschildern auch gelingt. Die Petronal Towers sind tatsaechlich beeindruckend, wobei zur Aussicht es sinnvoller ist in den nahegelegenen Fernsehtower zu kletten, der mal eine geschmeidige 100 Meter hoehere Aussichtsplattform sein Eigen nennt. Die neuen Gebaeude sind ueberhaupt beeindruckend: die Moschee koennte von Liebeskind gebaut sein, das isalmische Museum tut gut daran das Licht in der Ausstellung zu daemmen, weil man sonst in Versuchung gefuehrt wird eher das Gebaeude als die ausgestellten Dinge zu bestaunen. Der Vogelpark ist genial, weil man hier scheinbar "voellig frei" zwischen allen moeglichen Harribo-Tutti-Frutti-Papageien, weissen Pfauen und undefinierbaren einheimischen Voegeln herumspazieren kann. Die Abendbeleuchtung des zentralen Platzes koennte vom Rockefeller Center aus New York geklaut sein und die alt-koloniale Gartenlage waehre das i-Tiuefpfelchen, wenn Teutobald nicht hinausgeschmissen worden waere. Aber das gehoert hier in Malaysia dazu: man versucht irgendwo rein, irgendwo hin zu kommen und wird den Verdacht nicht los, dass der Platz des Begehrens moeglicherweise fuer Renovierungsarbeiten oder dergleichen geschlossen sein koennte. Aber jeder ermutigt einen doch hinzugehen und "gleich um die Ecke ist der Eingang". Am Schluss stellt man dann doch fest, dass das Ding geschlossen ist, man ist aber durch irgendeine Bauarbeiterhintertuer hineingekommen und wird erst ganz am Schluss aufgeklaert. Das passierte Teutobald nicht nur einmal und offensichtlich auch nicht nur Teutobald und anderen Touristen, sondern auch den Einheimischen. Soviel dazu.

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Diesmal berichte ich von einem Computer, der in die Hosentasche eines Exmodels passen wuerde. Erstaunlich was die hier in der dritten Welt so verkaufen, besonders an Englaender. Meine Wenigkeit hat sich das Ding nur ausgeliehen um die asiatischen Tasten auf europaeische Fingerfreundlichkeit zu testen.

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So, unser lieber Teutobald hat es also geschafft und ist nach ein zwei langen Fluegen endlich in Singapur angekommen. Maschine musste in Darwin zwischenlanden, aber es wurde versichert, dass dem immer so sei. Wuerde ich auch sgen. Dann erstmal Unterkunftssuche. Wahrscheinlich wurde das chinesische Neujahr dieses Jahr verlegt und zwar genau auf den Tag an dem Teutobald und sein Gefaehrte Kevin aus Kent, den er sich - wir erinnern uns - auf dem Segelboot in Australien angelacht hat; man weiss ja nie, wozu man so einen Englaender in seinen alten Kolonien so brauchen kann. Jedenfalls war alles von Hostel ueber Tophotel bis zur Kellertreppe der lokalen Museen ausbebucht. 200 gefuehlte Anrufe spaeter wurde dann endlich ein Familienbetrieb nahe Papa Neuguinea gefunden wo dann die erste durchgeschwitzte Nacht verbracht wurde. Es verhaelt sich mit Suedostasien zu Australien ungefaehr so wie eine Wueste in der Nacht zu einem Schwimmbad mit Bodenheizung und einer unerreichbaren Wasseroberflaeche. Naja, spart man sich das Duschen!

Jedenfalls am naechsten Tag war das Neujahr - Geburtstag des Kaisers oder was auch immer - vorbei und die beiden fanden eine Unterkunft im Zentrum. Unterkunft ist zwar sehr positiv betont aber man ist ja schliesslich nicht zum Spass da. Die naechsten Tage wurden dann mit Erkundungsrundgaengen vollgestopft und zu erkunden gibt es in Singapur erstaunlich viel. Eine kleine vorgelagerte Insel die als Disneyland-Ersatz herhalten muss, ein Zoo mit angeschlossener Nachtsafari, einem vorzueglichen Botanischen Garten, ein erstklassiges Museum zur Geschichte Asiens und ansonsten besteht die Stadt nicht wie erwartet aus Buerotuermen (ok, das auch!) sondern aus Shoppingmalls und Essensgelegenheiten. Gerne auch kombiniert und doppelt! Ueberall! in durchschnittlicher afrikanische Junge vom Land wuerde wahrscheinlich durchdrehen, selbst Teutobald ist da sprachlos. Kommt davon, wenn die Chinesen mti Stasimethoden einen Wunderstaat schaffen wollen. Aber genug der Laesterei, die Stadt ist fantastisch, wenn man moderne Grossstaedte denn mag. Nach ein paar Tagen war es dann abe genug und jetzt geht es auf zu neuen Ufern, besser gesagt einem malayischen Westufer, nach Melaka. Wenn die Busgesellschaft denn will...

So long and stay tuned!

So, genug Staedtereisen un"wueste" Touren, endich im australischen Rimini angekommen. Ein Touristenort, den sich kein Reiseveranstalter haette in seinen schlimmsten Albtraeumen ersinnen haette koennen.

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